Wenn...




... du alle Daten verloren hast,...

...dann hast du doch bestimmt ein Backup, oder? Mache regelmäßig ein Backup der gesamten WAVE Daten. !!! (Wiederhole den letzten Satz mindestens zweimal). Beim "Total Recall" (Hallo Arnold S.) werden nicht nur alle Klangdaten gespeichert, sondern auch die Trimmung der analogen Filter. Diese Daten passen nur zu einem einzigen WAVE: zu dem, von dem diese Daten sind. Wenn du also beim zurückspeichern eines Total Recall Backups gefragt wirst, ob du diese Filter daten auch zurücksichern möchtest, so verneine dieses, ausser wenn es Probleme mit den Filtern gibt, oder alle Daten verlorengegangen sind.
Gib Acht. Und halte immer ein Backup bereit.

... Daten verloren gegangen sind oder nur mit Fehlermeldungen gebootet wird,...

...dann überprüfe die RAM Pufferbatterie im innern des WAVEs.
Dazu muß man den WAVE öffnen, die Batterie entdecken (einfach) und sie dann austauschen. Wenn du noch nie einen WAVE oder einen Computer geöffnet hast, so solltest du jemanden fragen, der sich damit auskennt. In Computerläden gibt es solche Batterien meist. Es ist der gängige Typ CR 2032. Du solltest dir ein oder besser zwei vor dem Beginn deiner Welttournee zulegen :-)

... der WAVE nicht startet,...

...dann ist vielleicht kein OS auf der Diskette im WAVE Laufwerk. wenn du dich nun fragst, ob überhaupt eine Diskette im WAVE ist, so solltest du das vielleicht mal als erstes checken. Man kann das OS 1.700 (das neuste, vielleicht auch das letzte) hier runterladen. Aber ich empfehle OS 1.680 außer für die neue .SET Daten Extrahierung auf einzelne Sounds, Arrangements, Wellen und Wellensätze Umwandlungs- und Speichermanagment.

... manchmal einzelne Tasten plötzlich stumm bleiben,...

... dann teste das mal mit dem OS 1.680. Es gibt einen bekannten Fehler in der OS 1.700 Stimmenverwaltung.

WAVE screenshot

... man eine neue Startdiskette braucht,

... dann braucht man eine DOS formartierte 3,5" Diskette. Solche Disketten sind eigentlich immer ab Werk DOS formatiert. Dann gehe hier hin: http://waldorfmusic.de/en/archive?relPath=/wave/system/wavesys1_700 und lade dise beiden Dateien: Versuche nicht diese Dateien zu dekomprimieren. Manch glauben, dass das .bin File ein komprimiertes sei. Aber dem ist nicht so. Nun speichere die beiden Dateien auf die DOS formartierte Diskette. Und schon hat man eine neue Startdiskette.

... some voices drop dead sometimes...

... you might want to test the OS release 1.680. There is a known bug in the voice allocation of OS 1.700.

... du eine MIDI SysEx Beschreibung brauchst...

... dann findest du hier die HTML Version des Waldorf Dokumentes.

... du Probleme mit deinem WAVE hast,...

...dann solltest du deinen zuständigen Waldorfvertrieb (in D = TSI www.tsi.de) kontaktieren um einen WAVE Techniker in deiner Nähe zu finden. Die Vertriebspartner von Waldorf findest du auf den Waldorf Seiten.

... du dir der Lüfter des WAVEs zu laut ist,...

... dann baue doch einen leiseren ein. Allerdings ist das nicht von Waldorf empfohlen oder geprüft.

Ein Tipp von Achim "ASSI" Gratz:

  1. Netzschnur entfernen und das im weiteren so lassen. Wer nicht genau weiß was er tut, sollte sich den Einbau besser vom Fachmann erledigen lassen. Offene Schaltnetzteile sind extrem gefährlich und ein Fehler im Netzteil führt mit einiger Sicherheit zum Ableben des kompletten WAVE! Noch ein Tip: alle Schrauben in der Anordnung des Ausbaus ablegen und wieder an diesselbe Stelle einbauen, ansonsten kann es Probleme beim Zusammenbau geben, die man dann keinesfalls mit Gewalt lösen sollte wenn man die kleinen Gewinde nicht ruinieren will. Man braucht für alle Schrauben einen guten Kreuzschlitzschraubendreher (Philips 1) und natürlich einen möglichst leisen Lüfter 60mm x 60mm für 12V Gleichspannung. Solche Lüfter werden z.B. als Festplattenlüfter im PC-Zubehörhandel angeboten und sind meist mit einem Stromversorgungsstecker ausgerüstet, wie ihn auch Festplatten verwenden. In dieser Konfiguration wird zum Beispiel der Papst 612NGML von PCSilent angeboten. Andere Lüfter mit demselben Anschlußmaß kann man ebenfalls verwenden, allerdings muß man sich im Datenblatt des Herstellers schlau machen, wie laut das Teil ist - mehr als 22dB(A) sollten es nicht sein.
     
  2. Den WAVE auf einem stabilen Tisch oder Keyboardständer so aufbauen, daß man von unten an die Befestigungsschrauben des Netzteils kommt. Also die Seite mit dem Diskettenlaufwerk z.B. über die Tischplatte überstehen lassen. Gut auf festen Stand achten, denn jetzt muß man ...
     
  3. Den WAVE fachgerecht (Link auf Anleitung :-) öffnen. Im weiteren wird vorausgesetzt, daß man hinter dem WAVE stehend in das Gehäuse schaut.
     
  4. Das Netzteil hat (zumindest bei mir) einen Deckel, der links unten von zwei Schrauben verschlossen ist. Von diesen beiden ist eine durch die Gehäuseverstrebung verdeckt, so daß man das Netzteil ausbauen muß: dazu von unten die vier Schrauben lösen, die das Netzteil halten. Achtung, ganz in der Nähe und etwas weiter außen sind ähnlich aussehende Schrauben, welche die Gehäuseteile zusammenhalten und die unbedingt drinbleiben sollten. Das jetzt lose Netzteil von der Steckerseite aus ein paar Millimeter in den WAVE hineinschieben und dann die Rückseite nach oben herausklappen. Man kann das Netzteil nicht herausnehmen, es ist ja noch angeschlossen! Jetzt die beiden Schrauben des Deckels lösen und den Deckel entfernen (rechts oben wird er durch eine Blechlasche gehalten).
     
  5. Den alten Lüfter durch ein beherztes Zwicken mit dem Seitenschneider unweit des Lüftergehäuses von der Stromversorgung kappen und nach Herausdrehen der vier Schrauben am Luftauslaß entfernen. Der neue Lüfter muß so eingebaut werden, daß die Luft aus dem Gehäuse herausbefördert wird, das ist in der Regel auf dem Gehäuse des Lüfters vermerkt. Ansonsten sollte normalerweise das Typenschild des Lüfters nach hinten zeigen, der Stromanschluß des Lüfters sollte an der Oberkante liegen. Beim Befestigen des neuen Lüfters darauf achten, daß man die Schrauben nicht verkantet und diese zunächst nur lose anziehen. Nicht vergessen, den Lüfter nach Prüfung des korrekten Sitzes richtig festzuschrauben.
     
  6. Hat man einen Lüfter mit Festplatten-Stromversorgungsstecker, muß man zunächst die geteilte Durchführungstülle öffnen. Das Kabel dort mit einlegen und die Tülle wieder schließen, dann den Stecker an einer der freien Stromversorgungen außerhalb des Netzteils anschließen. Die Kabel nach Möglichkeit so verlegen, daß sie den Luftstrom nicht behindern. Die Stromversorgungskabel des alten Lüfters im Netzteil mit etwas Isolierband sichern und an der Seitenwand des Netzteils festlegen. Hat der Lüfter nur Litzen-Anschlüsse, sollte man diese mit isolierten Adern-Verbindern in Schneidklemmtechnik lötfrei mit den vorhandenen Kabeln verbinden. Die richtige Polarität kann man am alten Lüfter überprüfen oder man verläßt sich auf die Regel "Rot ist Plus" (ohne Gewähr).
     
  7. Jetzt alles in umgekehrter Reihenfolge wieder zusammenbauen. Beim Schließen des Netzteildeckels darauf achten, daß alle Kabeldurchführungen sauber geschlossen sind und keine Kabel eingeklemmt werden. Die Befestigungsschrauben des Netzteils haben sehr kurze Gewinde und mögen ein verkanten gar nicht. Leider sitzt da Netzteil sehr straff, daher am besten mit einem spitzen runden Gegenstand (Zahnstocher, Kulimine ...) an einem Loch das Netzteil ausricheten und auf der anderen Seite die Schraube mit viel Gefühl lose ansetzen. Erst wenn alle vier Schrauben drin sind richtig festziehen (nicht zu sehr - nach fest kommt lose).
     
  8. Netzschnur wieder dranstecken, einschalten, hoffen das alles geht und über den beruhigten WAVE freuen. Am Strömungsgeräusch der Luft kann man leider auch mit dem besten Lüfter nichts ausrichten. Das sollte einen nicht dazu verleiten, auf den Lüfter verzichten zu wollen. Die Wahrscheinlichkeit, daß das Netzteil oder andere Bauteile im WAVE den Betrieb ohne Kühlung auf Dauer übelnehmen ist sehr hoch.
     

... du die Transport Tasten programmieren willst (OS 1.680 oder 1.700,...

Hier ist eine Mail von Werner Schoeennberger aus der Schweiz:

Hallo miteinander,

wie angekündigt, hier eine kurze Zusammenfassung der Erfahrungen, die ich bis jetzt betreffend dem Einsatz der Transport-Buttons des Wave mit Cubase gemacht habe. Um die Transportfunktionen von Cubase fernzusteuern gibt es eigentlich drei Varianten: 1. Via Remote-Activation-Key 2. Via Realtime-Messages 3. Via MIDI Machine Control (MMC)

Mehr oder weniger erfolgreich war ich bis anhin lediglich mit Variante 1. Variante 2 ist prinzipiell ungünstig, weil sie nur "Start", "Stop" und "Continue" unterstützt. Variante 3 funktioniert nach meinem aktuellen Stand des Wissens nur, wenn Cubase auf externe Synchronisation geschaltet ist. In diesem Fall erwartet Cubase auch die Synchronisationspulse von Extern und die liefert der Wave ja nicht.

Bei Variante 1 ist es mir definitiv nicht gelungen, mehrere Funktionen hintereinander auf einen Taster des Wave zu legen. D.h. mit der Taste "Loc-in" wollte ich den Cursor von Cubase sowohl auf den linken Locator setzen als auch den "Puch-in"-Modus ein- und ausschalten. Dies habe ich bis jetzt noch nicht geschafft. Es scheint, als ob auch Cubase 5.1 eine minimale zeitliche Verzögerung zwischen zwei MIDI-Events erwartet. Vielleicht lässt sich diese Verzögerung bei Cubase einstellen, ich bin aber noch nicht fündig geworden. Der gleiche Effekt kann manuell nachvollzogen werden: Betätige ich den Activation-Key (und halte ihn gedrückt) und anschliessend 2 oder mehrere der zugewiesenen Funktionstasten, dann werden die Aktionen schön brav ausgeführt. Cubase reagiert dabei auf die NOTE-ON-Befehle (Note-OFF spielen keine Rolle und können weggelassen werden). Betätige ich aber zwei oder mehrere Tasten "gleichzeitig", so wird nur die eine oder ander Aktion ausgeführt.

Hier nun die Einstellungen, die zum minimalen Erfolg führen:

CUBASE: 1. Über das Menü "Edit -> Preferences -> Key Commands" wird die Konfiguration der Fernsteuerung aufgerufen 2. Im Dialog "Transport & Location" können alle erforderlichen Keys Konfiguriert werden Dazu muss sowohl die Checkbox "Remote Active" selektiert werden als auch ein "Remote-Key" definiert und selektiert werden. Tip1: der Wert C-2 (also Taste $00) wird von Cubase in diesem Zusammenhang nicht erkannt. Tip2: der Activation-Key wird von Cubase auf allen MIDI-Kanälen erkannt. D.h. die Kanalnummer spielt beim Senden keine Rolle.

WAVE: 1. Durch gleichzeitiges Betätigen von <Shift> und einem der Transportbuttons wird ein kleiner Dialog geöffnet. 2. Mit dem Schieberegler "Bytes" kann die Länge des MIDI-Strings festgelegt werden. 3. Mit dem KEYBOARD werden die entsprechenden hexadezimalen Werte eingetragen. 4. Mit <OK> oder <CANCEL> kann der Vorgang beendet werden. Es ist wichtig zu wissen, dass der Wave abstürzt, wenn man in diesem Dialog auch nur etwas Ungewöhnliches macht. Dazu gehört z.B. das Betätigen des KEYPADS oder einer Taste, die nicht den Wert 0-9 und A-F repräsentiert. Auch gibt es nebst der Werteingabe keine Möglichkeit, den Cursor zu bewegen.

BEISPIEL: Bei Cubase wird G8 ($7f) als Activation-Key definiert.

Funktion    Cubase      Wave-String                      Wave-Button
-------------------------------------------------------------------------
Rewind      NOTE C#-2   $93 $7f $7f $01 $ff $83 $7f $7f   < << >
Forward     NOTE D -2   $93 $7f $7f $02 $ff $83 $7f $7f   < >> >
Stop        NOTE D#-2   $93 $7f $7f $03 $ff $83 $7f $7f   < stop >
Play        NOTE E -2   $93 $7f $7f $04 $ff $83 $7f $7f   < play >
Record      NOTE F -2   $93 $7f $7f $05 $ff $83 $7f $7f   < rec >
Position to
Left Loc.   NOTE F#-2   $93 $7f $7f $06 $ff $83 $7f $7f   < loc in >
Position to
Right Loc   NOTE G -2   $93 $7f $7f $07 $ff $83 $7f $7f   < loc out >

Verwendete Produkte: Cubase : V5.0 / V5.1R1 Wave: OS 1.7

Vielleicht gibt es noch die eine oder andere gute Idee, wie man diese Transport-Buttons des Wave geschickt einsetzen kann. Ich habe schon mal daran gedacht, die "Punch-In"- und "Punch-Out"-Taster einfach nur als "Activation-Key-ON" und "Activation-Key-OFF" zu programmieren um dann andere Taster für Befehle zu verwenden. War aber nicht eine besonders gute Idee. Was ich auch als schlecht empfinde, ist dass die Forward- und Rewind-Funktion beim Cubase nicht als "Ein/Aus-Funktion" realisiert ist. Will ich als o vom Wave aus vor- oder rückspuhlen, dann muss ich die Forward- oder Rewind-Taste mehrmals schrittweise betätigen.

Wenn ich noch was Interessantes herausfinde, melde ich mich wieder.

Gruss Werner